Die GETREIDE AG richtet sich neu aus und verkauft das klassische Landhandelsgeschäft

Der Verkauf beinhaltet das Landhandelsgeschäft inklusive der Mischfutter- und Saatgutaktivitäten an die DAVA AGRAVIS International. Ebenfalls mitverkauft werden die Beteiligung Agrar Cargo GmbH und Agro-Handel-Hungária Kft. sowie alle Erfassungsstandorte der GETREIDE AG. Der Verkauf wurde vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden geschlossen.

Der zukünftige Fokus des GETREIDE AG Konzerns liegt in der:

  • Rohstoffverarbeitung zu Rapsöl, Malz und Nahrungsmitteln
  • Rohstoffverladung über die Tiefwasserstandorte Hamburg und Rostock
  • Rohstoffbeschaffung und -handel für die Produktionsbetriebe und Exportterminals

Die Getreide AG setzt konsequent den Weg hin vom klassischen Landhändler zum Verarbeiter landwirtschaftlicher Rohstoffe und Lebensmittelproduzent fort. „Wir haben die Ölmühlenaktivitäten in den vergangenen Jahren von Null auf 1 Mio. to Verarbeitungskapazität p.a. sowie die Malzproduktion um 150 % auf nunmehr 200.000 to Jahresproduktion erweitert“, sagt Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär Alexander Rothe. „Damit haben wir dem Konzern einen neuen Schwerpunkt verliehen“, fügt Peter Carsten Ehlers, Finanzvorstand des Konzerns hinzu.

Mit dem Verkauf der Landhandelssparte stellt der Konzern die Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe und die Produktion von Lebensmitteln an den Standorten Rostock, Hamburg, Erfurt und Wurzen in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wird die Beladung von Panmax Schiffen an den Tiefwasserplätzen und der internationale Handel mit Getreide weiter an Bedeutung für den Konzern gewinnen. Mit 400.000 to Lagerraum an den Wasserstandorten Rostock und Hamburg verfügt die Getreide AG über ideale Voraussetzungen, um auch zukünftig im Exportgeschäft eine wichtige Rolle einzunehmen. „Zukünftig wollen wir unsere Verladeterminals, noch mehr als bisher, dem Wettbewerb zur Verladung von Großschiffen als Dienstleister zur Verfügung stellen aber auch den Handel auf unsere Terminals ausbauen“, betont Rothe.

„Dennoch bleiben wir dem Agrarsektor verbunden und sehen uns als wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Handel und Verarbeitung“ erklärt Rothe, der selbst einen Landwirtschaftsbetrieb in der Uckermark bewirtschaftet.

Mit dem Verkauf gliedert die GETREIDE AG ein Umsatzvolumen von rund 1 Mrd. EURO aus. „Für den verbleibenden Konzern erwarten wir zukünftig ein Umsatzvolumen von 1,1 Mrd. EURO“ stellt Rothe in Aussicht. „Dafür werden wir allerdings auch im zweistelligen Millionen Bereich weiter in unsere Standorte investieren.“

„Der Verkauf ermöglicht uns in diesem ansonsten kleinmargigen Geschäftsfeld ein schnelleres Wachstum als bisher“ hebt Ehlers hervor.

In der DAVA AGRAVIS International sehen Ehlers und Rothe einen idealen Käufer der Landhandelsaktivitäten, da sich das Landhandelsgeschäft der GETREIDE AG, mit Schwerpunkt auf den Norden und Nordosten sowie das westliche Sachsen, ideal in das Gebiet zwischen der DANISH AGRO und der AGRAVIS einfügt. Die DANISH AGRO fokussiert Skandinavien und den Baltikum, die AGRAVIS Mittel- und Westdeutschland. Die DAVA AGRAVIS deckt in Zukunft das Gebiet von Sachsen bis Norddeutschland ab. „So sehen wir die Arbeitsplätze in der Landhandelssparte auch nach dem Verkauf gesichert“, fügt Ehlers hinzu.

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